AEDL-Strukturmodell

Das Modell der „Aktivitäten und existentiellen Erfahrungen des Lebens“ (AEDL) ist ein Bedürfnismodell. Die Bedürfnisse und Fähigkeiten werden in 13 AEDL eingeteilt. Die ersten 11 AEDL sind mit den „Aktivitäten des täglichen Lebens“ (ATL) von Roper identisch. Das zwölfte AEDL: „soziale Bereiche des Lebens sichern“ ist für die Vorbreitung der Patienten auf die Zeit der Entlassung aus dem Krankenhaus von besonderer Bedeutung.

Das dreizehnte AEDL: „mit existentiellen Erfahrungen des Lebens umgehen“ unterteilt Krohwinkel in:

  • die Existenz gefährdende Erfahrungen (Abhängigkeit, Sorge, Angst, Schmerzen, Sterben usw.),
  • die Existenz fördernde Erfahrungen ( Unabhängigkeit erreichen, Zuversicht, Vertrauen, Sicherheit usw.),
  • Erfahrungen, welche die Existenz fördern oder gefährden (Kultur / Biographie).

Aktivitäten und existentielle Erfahrungen des Lebens (AEDL) nach Krohwinkel:

  1. Kommunizieren
  2. Sich bewegen
  3. Vitale Funktionen des Lebens aufrecht erhalten
  4. Sich pflegen
  5. Essen und trinken
  6. Ausscheiden
  7. Sich kleiden
  8. Ruhen und schlafen
  9. Sich beschäftigen
  10. Sich als Mann oder Frau fühlen und verhalten
  11. Für eine sichere Umgebung sorgen
  12. Soziale Bereiche des Lebens sichern
  13. Mit existentiellen Erfahrungen des Lebens umgehen

Ab Mai 2003 wird der Pflegedienst im Erftkreis nach dem Pflegedefizitmodell nach Dorothea Orem pflegen, da sich im Laufe der Jahre zeigte, dass insbesondere die existenziellen Erfahrungen des Lebens in der häuslichen Pflege beim Patienten schlecht abzufragen sind. Oft wird es als Eindringen in die Privatsphäre des Patienten aufgefasst, wenn solche intimen und sensiblen Bereiche beim Erstgespräch abgefragt werden. Unseres Erachtens eignet sich das Pflegemodell nach Prof. Dr. Monika Krohwinkel eher für den stationären Bereich, da hier intensiver auf den Patienten eingegangen werden kann.

Dorothea E. Orem ist eine der weithin bekannten Pflegetheoretikerinnen Amerikas. Geboren in Baltimore, Maryland, fing sie ihre Schwesternlaufbahn 1930 mit dem Examen an einer Krankenhausschule in Washington, DC an. Später setzte sie ihre Ausbildung fort und empfing 1945 von der katholischen Universität von Amerika ihren Mastergrad der Wissenschaft in der Pflegeausbildung. Orem arbeitete ungefähr zwanzig Jahre ihres Lebens als Krankenschwester in der ambulanten Pflege und auch als Lehrer in der Pflege. 1959 fing sie an, an ihrer Selbst-Pflegedefizittheorie zu arbeiten und veröffentlichte ihre Theorie 1971. Orem empfing auch viele Ehren während ihrer Karriere. Ein Ehrengrad des Doktors der Wissenschaft wurde hauptsächlich für ihre Selbst-Pflegedefizittheorie 1976 zugesprochen.

Auf der Grundlage unseres beruflichen Selbstverständnisses und unserer Erfahrungen sind wir bestrebt, die bestmögliche aktivierende und ganzheitliche Pflege und Betreuung zu erbringen und damit ein hohes Pflegeniveau zu garantieren.